3. Werkschau
vom 25. August bis 4. September 2010
Zum sechsten Mal in Folge steht der Parksaal von Bad Salzhausen im Zeichen der Kunst. In jährlichem Wechsel veranstaltet der Verein KUNST:PROJEKT e.V. Nidda-Bad Salzhausen unter dem Titel "Plastische Perspektiven" eine Werkschau beziehungsweise ein Bildhauersymposium.
In diesem Jahr präsentieren in dem Saal, der sich somit nicht nur als Kulturveranstaltungsort, sondern auch als exponierter Kunst-Ausstellungsort erweist, fünf Bildhauer und Künstlerinnen ihre plastischen Werke.
Im kommenden Jahr werden dann diese Künstler zusammen mit 5-7 weiteren internationalen Künstlern für 10 Tage den Saal und den oberen Kurpark im Rahmen eines Bildhauersymposiums zu ihrem ungewöhnlichen Werk- und Atelier-Raum umfunktionieren und beleben.
Am Mittwoch, dem 25. August, lädt der Verein um 19 Uhr zu einer öffentlichen Vernissage in den Parksaal ein, auf der der 1. Vorsitzende von Kunst:Projekt Axel Wilisch zusammen mit einem Vertreter der Stadt Nidda die Künstler begrüßen und die Ausstellung eröffnen wird. Täglich von 11 bis 18 Uhr sind die Kunstwerke zu betrachten. Gerne werden auch Fragen zur Kunst beantwortet oder auch kleinere Führungen angeboten.
Alle Arbeiten der Frankfurter Künstlerin Corinna Krebber befassen sich mit der Ausbildung und Auswirkung von Sprache im Raum. Ihre Inszenierungen formen sozusagen die gesprochene Botschaft in "Anberaumungen" von geschriebenem Wort. Was sie schreibt, modelliert die Stelle, auf der es zu stehen kommt. Eine Wand, eine Papierbahn, viele Bahnen, in die hinein die Worte mit dem Messer wie ausgestanzt geschnitten sind. Krebber macht den Besucher ihrer Räume zu lebendigen Lesezeichen, in ihren Werken wird der Schriftraum zum Weltraum. Als freiberufliche Künstlerin lebt Corinna Krebber seit 2006 in Frankfurt und erhielt unter anderem den Kunstpreis der Stadt Limburg. www.corinnakrebber.com
Der Schweizer Künstler Christian Bolt widmet sich der Bildhauerei und Malerei. In seinen Werken treffen sich Ausdruck, Formung und Individualität mit freier Gestik und Ungeformtheit. Sie verweisen auf eine individuelle Entwicklung im Werdensprozess. Wenn Bolt sagt, Kunst kommt von Können, meint er damit das Zusammenspiel von Idee und Tat. In diesem Gegensatzpaar sieht Bolt lebendiges Pulsieren. In seinen Skulpturen bringt er diese Pole in ein Spannungsverhältnis. Bolts Werke, zumeist aus Keramik, Gips und Marmorstaub, zeigen den Menschen wie er ist - schön, unvollkommen, erhaben, im Begriff zu werden. www.bolt.ch
Der Bildhauer C.W. Loth entwickelt seine Werke aus Holzstämmen und Vierkanthölzern. Die kompakte Form des Holzes löst er auf und verwandelt sie in raumgreifende Skulpturen. Das Innere der Holzstämme bewegt sich nach außen, neue Raumformen, Perspektiven und Durchblicke entstehen und doch bleibt alles miteinander verbunden. Diese besondere Formensprache erreicht Loth durch das Konzept, den Stamm als Ganzes zu bearbeiten, Teile beweglich zu machen, ohne sie vom Gesamten zu lösen. Eine höchst komplizierte Technik, die nur durch eine spezielle Schnittfolge mit der Kettensäge möglich ist. Der westfälische Bildhauer C.W. Loth ist ebenfalls mehrfacher Kunstpreisträger, viele seiner Werke sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vorzufinden. www.cwloth.de
Nadja Iseli, ebenfalls Schweizerin wie Bolt, ist eine der eher weniger vorzufindenden Steinbildhauerinnen. Ihre Werke leben von der Sichtbarwerdung der vorgefundenen Verbindung zwischen Material und ihrer ureigenen Vorstellung. Der Stein, den sie bearbeitet, ist in seiner ursprünglichen Form roh, bruchartig, entstanden in einer eigenen Dimension von Zeit. Der künstlerische Eingriff bedeutet Iselis Auffassung nach eine Veränderung der Wahrnehmung und eine neue Sichtweise. Die gestalteten Eingriffe, meist geschliffen und poliert, verweisen auf das Innenleben des Gesteins, es entstehen Gegensätze in Erscheinung und Berührung. Die Urformen der Steine bleiben noch zu erahnen.
Aus Rannungen kommt der Bildhauer Dierk Berthel, dessen "Figur liegend" eine der raumgreifenden Arbeiten sein wird. Berthels Werke bestehen vorzugsweise aus urwüchsigen Stoffen wie Eichenholz, Eisen, Eisenblech oder auch Stein. Er fügt und arrangiert sie zu seltsam ungefüge wirkenden, kantigen, klobigen und sperrigen Gebilden, deren schiere Masse den Fußboden zu erdrücken scheint. Wenn man sie näher betrachtet, hat man das Gefühl, dass diese "Figuren", wie Berthel sie nennt, irgendwann einmal für unsere Vorfahren einen praktischen Sinn erfüllt haben. Doch ihre Funktion erschließt sich dem Betrachter nicht. Es sind einfache Formen, die an fragmentarisch Menschliches erinnern, an das Zerbrechliche des einzelnen Menschen. www.dierk-berthel.de
Dem kunstinteressierten Besucher, dem neugierigen Betrachter bietet sich auch in der "3. Werkschau" von KUNST:PROJEKT erneut und vielfältig, emotional, sinnlich und intellektuell die Möglichkeit, sich mit moderner Kunst und der skulpturalen Bearbeitung von verschiedensten Materialien auseinander zu setzen. Er kann in einen ganz persönlichen Dialog mit den Kunstwerken treten, aber auch in einem Gespräch mit Kunstvereinsmitgliedern oder anderen Ausstellungsbesuchern seinen ganz persönlichen Standpunkt suchen und finden.
Der Verein, der seine Projekte in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsbad Bad Salzhausen und der Stadt Nidda durchführt, freut sich besonders, dass für die 3. Werkschau wiewohl auch für das kommende Symposium sehr namhafte und herausragende Künstler gewonnen werden konnten. Bad Salzhausen als ein Ort der Kunst entwickelt sich, dies zu betrachten, sind Gäste und Kunstinteressierte am 25. August herzlich zur Teilnahme an der Vernissage eingeladen.
Weitere Infos unter www.kunst-projekt.de oder Axel Wilisch, 1. Vorsitzender, Telefon 06043.2058.
2. Bildhauersymposium "Plastische Perspektiven"
vom 26. August bis 5. September 2009

Foto: Voigtmann, Nidda
Zehn spannende Symposiumstage in Bad Salzhausen haben den oberen Kurpark verändert. Zehn Tage des Austausches zwischen Künstlern und Publikum, zwischen Material und Ort sowie zwischen den elf Künstlern untereinander forcierten die Idee des Skulpturenparks rund um den klassizistischen Parksaal des kleinen Kurortes.
Vom 26. August bis zum 5. September 2009 bot das Symposium eine wunderbare Bühne der Begegnung. Die Künstler
Martina Schoder (Niederdorfelden)
Michael Siebel (Frankfurt am Main)
Rudol Tschudin (Sissach/Schweiz)
Natascha Waeyen (Maastricht/Niederlande)
ließen insgesamt über 1100 Gäste an der Entstehung ihrer Werke teilhaben.
Fotogalerie Bildhauersymposium 2009:
Vernissage am 26.08.09
Entstehung der Skulpturen - Tag für Tag -
Besucher
Finissage am Samstag, 5. September 2009
- Rundgang um 17.00 Uhr, anschließend Party -
Das 2. Bildhauersymposium ist nun beendet, und der Skulpturenpark von Bad Salzhausen hat sich um sehr gelungene Werke erweitert. Zehn Tage lang haben 11 Künstler bei überwiegend schönem Wetter im oberen Kurpark intensiv gearbeitet. Von der Holzbildhauerei über Metallbearbeitung, "Netzwerken" aus Draht zu einem Lehmgebilde und einem Kreuzweg reicht die spannende Palette künstlerischer Ausdrucksformen. Bei einem gemeinsamen Rundgang am Samstag um 17.00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, im Beisein der Künstler abschließend etwas über ihre Skulpturen zu erfahren.
Bei der anschließenden Finissage-Party spielen Helmut Fischer (Klavier) und seine Band, sowie Robert Varady (Violine) und Vassily Dück (Bajan). Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Werkschau 2008
Vom 27. August bis 6. September 2008 stellten sich erneut sechs internationale Künstler ihrem Publikum in Bad Salzhausen vor. Peter Jap Lim (Berlin), Ulrich Kuhlmann (Velen), Michael Siebel (Frankfurt am Main), Ortrud Sturm (Rödermark), Rudolf Tschudin (Sissach/Schweiz) und Natascha Waeyen (Maastricht/Niederlande) nutzten in dieser Zeit den Parksaal als Ausstellungsfläche für ihre Werke. Im Jahr 2009 werden dann diese Künstler und fünf weitere am 2. Bildhauersymposium "Plastische Perspektiven" in Bad Salzhausen teilnehmen.
1. Bildhauersymposium „Plastische Perspektiven“
vom 29. August bis 9. September 2007
Unter dem Titel „Plastische Perspektiven“ - 12 Orte künstlerischer Ideen für Bad Salzhausen - werden die von KUNST:PROJEKT e.V. Bad Salzhausen eingeladenen Künstlerinnen und Künstler
Hans Albrecht (Zell u. A.)
Jochen Breme (Alfter)
Siegfried Böttcher (Kassel)
Annette Dietrich- Daschek (Frankfurt am Main)
Stephan Guber (Nidda)
Ernst Hingerl (Pettenreuth)
Jens Kloppmann (Berlin)
Wolfgang Luh (Kassel)
Katja Niebuhr (Alfter)
Franziska Partzsch (Berlin)
Paul Jonas Petry (Alfter)
Alfons Röllinger / Muriel Colletti (Illmensee)
bildhauerische Ideen entwickeln, die bezogen auf ihren Ausstellungsort künstlerische Auseinandersetzung deutlich machen.
Vorstellung der Künstler 2007
Gedacht ist sowohl an klassische Skulpturen und Objekte als auch an Werke aus den Bereichen Land Art und Environmental Art unter Einbeziehung von Topografie und Natur.
Das Symposium im Park soll dabei die Gelegenheit künstlerischer Einflüsse auf einen Lebensraum genauso sichtbar machen, wie auch die Begleitung des Entstehungsprozesses durch die Besucher Bad Salzhausens ermöglichen.
Ziel des Symposiums ist es, einen handwerklich – künstlerischen Prozess durch seine Offenlegung für den Betrachter und Besucher als Anregung für ein verändertes und neues Betrachten seines gewohnten Umfeldes zu nutzen. Die bildhauerischen Werke gehen von der Natur aus, von den Reaktionen des Individuums auf die Natur und von seinen Handlungen in ihr.
Gespräche und Diskussionen, stilles Betrachten und kontemplatives Erfahren sollen eine Änderung der eigenen Perspektive auslösen. Ein ehemals vornehmlich auf den Kurgast ausgerichteter Ort öffnet sich kulturell – künstlerisch für eine neu belebte und hoffentlich fortschreitende Perspektive.
Parallel zum Arbeitsprozess des Symposiums besteht im Parksaal die Möglichkeit sich noch weiter mit der Arbeit der 13 Künstlerinnen und Künstler zu beschäftigen.
An diesem zentralen Ort des Symposiums werden neben Katalogen und einigen Kleinplastiken der Teilnehmer auch Skizzen und Entwürfe zu den im Entstehen befindlichen Arbeiten zu sehen sein. Eine Art offenes Atelier als Ort der Begegnung und des Austausches.
Fotogalerie Bildhauersymposium 2007:
Finissage am Samstag, 8. September 2007
- Rundgang um 17.00 und 19.00 Uhr am Parksaal -
Das Symposium ist beendet.
Für mindestens ein Jahr verbleiben die entstandenen Werke im Kurpark.
Der Verein KUNST:PROJEKT e. V. Nidda-Bad Salzhausen führt interessierte Gäste durch den oberen Kurpark und erläutert auf Fragen Inhalte und Ideen der entstandenen Kunstwerke eines jeweiligen Bildhauers.
Anschließend rundet die Finissage-Party für Künstler, Freunde und interessierte Gäste im Parksaal das Symposium musikalisch ab. Es spielt die Band "Dolphins and Stars".
Werkschau 2006
„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“ (Goethe)
Der Parksaal bietet sich als gemeinsames Arbeitszentrum und als Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Natur an. Die bildhauerischen Werke gehen von dem Blick auf die Natur aus, sind Reaktionen des Individuums auf sie, gestalten mit ihr und befragen sie kritisch im Kontext.
Hans Albrecht (Zell u. A.), Siegfried Böttcher (Kassel), Stephan Guber (Nidda), Jens Kloppmann (Berlin), Lars Korten (Büdingen), Wolfgang Luh (Kassel) und Ines Trost (Wetter) zeigten ihre ganz persönliche plastische Vorstellung dieser Auseinandersetzung und stellten sich dem Betrachter. Im Jahr 2007 werden diese Künstler und sechs weitere am 1. Bildhauersymposium "Plastische Perspektiven" in Bad Salzhausen teilnehmen.











